Patientensicherheit Teil 2 von 2: Risiken im Pflegealltag erkennen und reduzieren
Im ersten Teil unserer Serie stand die sichere Versorgung chronisch erkrankter Menschen im Mittelpunkt. Doch Patientensicherheit umfasst noch weitere Aspekte und zeigt sich auch in vielen kleinen Situationen des Pflegealltags.
Eine Hand am Bettgitter, der Griff zur Türklinke, das gemeinsam genutzte Messgerät. Wenig später wird die nächste Bewohnerin betreut. Im Pflegealltag entstehen innerhalb kurzer Zeit unzählige Kontakte. Gleichzeitig können andere, oft unscheinbare Situationen zum Risiko werden: Ein Gegenstand im Laufweg, fehlende Orientierung in der Nacht oder ein Sturz, nach dem nicht sofort Hilfe gerufen werden kann.
Patientensicherheit bedeutet deshalb auch, alltägliche Risiken zu erkennen, bevor daraus ein Problem entsteht.
🦠 Schon gewusst? Bereits wenige Noroviren können ausreichen
Bereits eine geringe Anzahl an Noroviren kann für eine Übertragung ausreichen. Sie können unter anderem über verunreinigte Hände und Gegenstände weitergegeben werden. Auch beim Erbrechen können virushaltige feine Tröpfchen entstehen.
Gerade in Heimen, Spitälern und anderen Einrichtungen, in denen Menschen auf engem Raum zusammenleben, können sich Noroviren deshalb schnell verbreiten.
Die richtige Massnahme am richtigen Ort
Professionelle Hygiene bedeutet nicht, möglichst häufig oder möglichst grossflächig zu desinfizieren. Entscheidend ist ein gezieltes, auf die jeweilige Situation abgestimmtes Vorgehen.
Welches Produkt geeignet ist, hängt unter anderem von Anwendungsbereich, erforderlichem Wirkspektrum und Materialverträglichkeit ab. Gleichzeitig muss Hygiene im Arbeitsalltag praktikabel bleiben: Die richtigen Produkte müssen dort verfügbar sein, wo sie benötigt werden, und die Abläufe müssen für Mitarbeitende klar sein.
So entsteht aus einzelnen Hygienemassnahmen ein funktionierendes System.
✓ Hygiene-Kurzcheck
- Passendes Produkt: Ist es für die vorgesehene Anwendung und das benötigte Wirkspektrum geeignet?
- Passender Ort: Ist es dort verfügbar, wo es im Pflegealltag gebraucht wird?
- Klarer Ablauf: Wissen Mitarbeitende, wann und wie die Hygienemassnahme durchgeführt werden muss?
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Wenn kleine Hindernisse zum Risiko werden
Patientensicherheit zeigt sich auch im unmittelbaren Umfeld. Ein Gegenstand im Laufweg, schlechte Orientierung oder eingeschränkte Mobilität können das Sturzrisiko erhöhen.
Dabei geht es nicht darum, jede Bewegung einzuschränken. Sicherheit und möglichst viel Selbstständigkeit sollten zusammengedacht werden. Ein angepasstes Umfeld und geeignete Hilfsmittel können dazu beitragen, individuelle Risiken zu reduzieren.
Für den Fall, dass es dennoch zu einem Sturz kommt, ist entscheidend, dass ein Hilfebedarf rasch erkannt oder selbstständig signalisiert werden kann.
✓ Sicherheits-Kurzcheck
- Erkennen: Wo bestehen individuelle Sturzrisiken oder Stolperfallen?
- Vorbeugen: Sind Umgebung und Hilfsmittel auf die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner abgestimmt?
- Reagieren: Kann im Ernstfall schnell Hilfe angefordert werden?
Lösungen für Sturzprävention, Sicherheit und Notruf:
Patientensicherheit ganzheitlich denken
Vom sicheren Umgang mit chronischen Erkrankungen über konsequente Hygiene bis zu einem möglichst sicheren Wohn- und Pflegeumfeld: Patientensicherheit entsteht aus vielen Faktoren, die täglich ineinandergreifen.
Nicht jedes Risiko lässt sich verhindern. Aber viele Risiken lassen sich früh erkennen, gezielt reduzieren und in klaren Abläufen berücksichtigen.
Unser Team unterstützt Pflegeeinrichtungen mit passenden Lösungen für Hygiene, Pflege und Sicherheit und berät bei der Auswahl geeigneter Produkte für die jeweilige Anwendung.