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Kuhnbieri
27.10.2026, 07:00:00

Mobilität im Pflegealltag: Welche Hilfsmittel unterstützen Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Pflegepersonal?

Eine Bewohnerin legt den Weg zum Speisesaal mit ihrem Rollator zurück. Ein anderer Bewohner wird im Rollstuhl zum gemeinsamen Mittagessen begleitet. Zwei alltägliche Situationen, die zeigen, wie unterschiedlich die Anforderungen an Mobilitätshilfen sein können.

Während geeignete Gehhilfen dabei unterstützen können, Wege möglichst eigenständig zurückzulegen, stehen bei Rollstühlen und Pflegerollstühlen häufig andere Fragen im Vordergrund:

Wie einfach lassen sie sich schieben und manövrieren? Wie gut unterstützen sie das Pflegepersonal beim Transfer oder bei der Positionierung?

Denn die passende Mobilitätshilfe sollte nicht nur die Fortbewegung ermöglichen, sondern auch die Betreuung erleichtern und die Pflegeabläufe im Alltag unterstützen.


Welche Mobilitätshilfe passt zu welcher Alltagssituation?

Nicht jede Einschränkung erfordert dieselbe Unterstützung. Entscheidend sind die vorhandenen Fähigkeiten, der Unterstützungsbedarf und die Anforderungen des Pflegealltags.

Zusätzlicher Halt beim Gehen: Gehstöcke und Gehstützen

Wenn kurze Wege grundsätzlich möglich sind, aber zusätzliche Stabilität oder eine Entlastung benötigt wird, können Gehstöcke oder Gehstützen unterstützen.

Was bedeutet das für das Pflegepersonal?

Wenn eine Person die Gehhilfe sicher nutzen kann, lassen sich bestimmte Wege möglicherweise ohne unmittelbare Begleitung bewältigen. Wichtig ist die passende Einstellung, die korrekte Anwendung und eine realistische Einschätzung der vorhandenen Fähigkeiten.

Gehstützen & Gehhilfen entdecken

Mehr Stabilität und Bewegungsfreiheit: Gehgestelle und Rollatoren

Gehgestelle und Rollatoren können zusätzliche Stabilität beim Gehen bieten. Während Gehgestelle ohne Räder schrittweise versetzt werden, ermöglichen Rollatoren auf Rädern eine kontinuierliche Fortbewegung. Welches Hilfsmittel geeignet ist, hängt unter anderem von Gleichgewicht, Kraft, Koordination und der sicheren Handhabung ab.

Was bedeutet das für das Pflegepersonal?

Ein passender Rollator kann dazu beitragen, dass Bewohnerinnen und Bewohner alltägliche Wege mit weniger Begleitung zurücklegen. Gleichzeitig sollten Pflegepersonen darauf achten, dass Bremsen und Griffe sicher bedient werden können und das Hilfsmittel zu den Platzverhältnissen passt.

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Unterstützung auf längeren Strecken: Rollstühle

Manche Menschen können kurze Wege noch zu Fuss zurücklegen, benötigen für längere Strecken jedoch zusätzliche Unterstützung. Andere sind überwiegend auf einen Rollstuhl angewiesen.

Je nach Modell ist eine selbstständige Fortbewegung oder die Begleitung durch eine andere Person möglich. Dabei unterscheiden sich die Anforderungen an Sitzposition, Druckentlastung, Gewicht, Wendigkeit und Ausstattung.

Was bedeutet das für das Pflegepersonal?

Wird eine Person regelmässig begleitet, gewinnt die Handhabung des Rollstuhls an Bedeutung. Gut erreichbare Bremsen, geeignete Schiebegriffe und eine einfache Manövrierbarkeit können den täglichen Einsatz erleichtern. Auch die Platzverhältnisse und, insbesondere bei häufigem Transport, das Gewicht des Rollstuhls spielen eine Rolle.

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Erhöhter Unterstützungsbedarf: Pflegerollstühle

Bei stärkeren Mobilitätseinschränkungen oder wenn eine gezielte Unterstützung der Sitzposition und zusätzliche Verstellmöglichkeiten benötigt werden, können speziell ausgestattete Pflegerollstühle sinnvoll sein.

Was bedeutet das für das Pflegepersonal?

Einstellmöglichkeiten können das Positionieren unterstützen, gut zugängliche Bedienelemente die Handhabung erleichtern und geeignete Funktionen die Betreuung in verschiedenen Alltagssituationen vereinfachen. Ein Pflegerollstuhl sollte deshalb nicht nur den Bedürfnissen der betreuten Person gerecht werden, sondern auch die Anforderungen des Pflegepersonals berücksichtigen.

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Wichtig: Diese Beispiele dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine individuelle fachliche Abklärung. Welche Mobilitätshilfe geeignet ist, hängt unter anderem von Gleichgewicht, Kraft, Beweglichkeit,


Checkliste: Worauf kommt es bei der Auswahl an?

Ein Hilfsmittel kann technisch gut ausgestattet sein und trotzdem im Pflegealltag an seine Grenzen stossen. Deshalb lohnt es sich, vor der Anschaffung einige zentrale Fragen zu klären.

✓ Welche Unterstützung wird benötigt?

Geht es um zusätzlichen Halt, mehr Stabilität, längere Strecken oder die Fortbewegung im Sitzen? Die Lösung sollte zu den vorhandenen Fähigkeiten und zum tatsächlichen Unterstützungsbedarf passen.

✓ Wer bedient das Hilfsmittel?

Wird es überwiegend selbstständig genutzt oder durch das Pflegepersonal geführt? Davon hängen wichtige Anforderungen an Griffe, Bremsen, Bedienelemente und Verstellfunktionen ab.

✓ Passt es zur Umgebung?

Türbreiten, Flure, Aufzüge, Schwellen und Bodenbeläge beeinflussen die tägliche Nutzung. Besonders bei Rollstühlen sind Wendigkeit und Platzbedarf entscheidend.

✓ Wie einfach sind Betreuung und Handhabung?

Bei Rollstühlen und Pflegerollstühlen spielen Transfers, Positionswechsel und die Erreichbarkeit von Bedienelementen eine wichtige Rolle. Eine ergonomische Handhabung kann wiederkehrende Pflegehandlungen erleichtern.

✓ Ist das Hilfsmittel alltagstauglich?

Neben Funktion und Komfort sollten auch Reinigung, Wartung, Belastbarkeit und Aufbewahrung berücksichtigt werden.

✓ Ist eine fachliche Anpassung und Einweisung sichergestellt?

Damit Mobilitätshilfen sicher und bedarfsgerecht eingesetzt werden können, sollten sie individuell angepasst und die nutzenden Personen sowie gegebenenfalls das Pflegepersonal in der Handhabung geschult werden.

Unser Tipp: Spielen Sie bei der Auswahl typische Alltagssituationen durch. Wie funktioniert das Hilfsmittel beim Weg zum Speisesaal, beim Transfer oder bei der Begleitung innerhalb der Einrichtung? So wird deutlich, welche Funktionen tatsächlich einen Mehrwert bieten.


Hilfsmittel mieten oder kaufen: Was lohnt sich?

Nicht jede Mobilitätseinschränkung ist dauerhaft. Nach einem Spitalaufenthalt, während einer Rehabilitation oder bei einem zeitlich begrenzten Bedarf kann eine Mietlösung sinnvoll sein:

  • Wenn das Hilfsmittel nur vorübergehend benötigt wird.
  • Wenn sich der zukünftige Mobilitätsbedarf noch nicht abschätzen lässt.
  • Wenn eine Übergangslösung bis zur längerfristigen Versorgung gesucht wird.

Bei einer langfristigen Nutzung lohnt es sich dagegen, die Kosten sowie die Anforderungen an eine dauerhaft geeignete Lösung genauer zu prüfen.

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Die passende Mobilitätslösung macht den Unterschied

Ob Gehstock, Rollator, Rollstuhl oder Pflegerollstuhl: Die passende Unterstützung richtet sich nicht nur nach den Fähigkeiten der nutzenden Person, sondern auch nach den Anforderungen des Pflegealltags.

Gut gewählte Mobilitätshilfen können Bewegungsfreiheit ermöglichen, die Betreuung erleichtern und Pflegepersonen bei täglichen Abläufen unterstützen.

Kuhnbieri bietet ein breites Sortiment an Mobilitätshilfen und unterstützt Sie gerne dabei, passende und praxistaugliche Lösungen für Ihre Einrichtung zu finden.

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